Was sind Grundkommandos?
Sie sind im Zusammenhang mit dem Begriff des Grundgehorsams zu bringen. Es handelt sich hierbei um klare und eindeutige Kommandos, die im Idealfall für den Hund mit deutlichen Handzeichen unterstütz werden. Sie sind sehr hilfreiche und eigentlich auch unverzichtbare Mittel, das tagtägliche Zusammenleben in der Beziehung Hund-Mensch wesentlich zu erleichtern und in Einzelfällen auch sicherer zu gestalten. Leider ist festzustellen, dass oftmals diese Erkenntnis bei Hundehaltern mit abnehmender Größe des Hundes weniger anzutreffen ist. Auf bei einem kleinen knuddeligen Schoß- oder Sofahund handelt es sich noch immer um einen Hund, dessen Ursprünge zumeist aufs Jagen und Hüten zurückzuführen sind. Dies ist ein fatales Fehlurteil dieser Hundehalter, was gelegentlich auch beim Gassigehen festgestellt werden kann.
Im Idealfall beginnt man bereits im Welpenalter, dem kleinen Racker die ersten Komanndos auf spielerische Art beizubringen. Dabei ist aber unbedingt zu beachten, dass dieses sehr maßvoll und in kleinsten Trainingseinheiten (max. 5 Minuten) erfolgt. In diesem Alter nutzt man so noch einen Teil der sog. Prägephase des Hundes und die generelle hohe Lernbereitschaft und Neugier der kleinen Weltenentdecker. Die Kombination von Kommando und eindeutigen Handzeichen erleichtert diese Trainingseinheiten um ein Vielfaches, da das breite Spektrum der Kommunikation innerhalb einer Hundegemeinschaft auch die Gestik und Körperhaltung beinhaltet.
Kommando: Sitz
Der Hunde erlernt, auf Kommando sein Aktivitäten einzustellen und ins Sitz überzugehen und bis zur Auflösung des Kommandos dort zu verbleiben.
Kommando: Platz
Der Hunde erlernt, auf Kommando sein Aktivitäten einzustellen und ins Platz überzugehen und bis zur Auflösung des Kommandos dort zu verbleiben.
Kommando: Fuss
Der Hunde erlernt, auf Kommando neben dem Hundehalter zu gehen und bis zur Auflösung des Kommandos dort zu verbleiben.
Kommando: Bleib
Ein Kommando, was das Team Hund & Mensch im Tagtäglichen sehr helfen und vor Gefahrensituationen bewahren kann. Der Hund lernt, seine Aktivitäten, wie Rennen, Laufen .... etc einzustellen. Häufig wird es in Kombination mit den vorangegangenen Kommandos verwendet: "Sitz-Bleib" und "Platz-Bleib". Als anschauliches nützliches Beispiel zählt das überqueren der Straße. Hier weiß beispielsweise der Hund durch das "Sitz-Bleib", dass erst auf einen Befehl von Frauchen oder Herrchen über die Straße gelaufen wird und bis dahin Ruhe an der Leine ist.
Kommando: Aus
Da jedem Hund noch immer der Jagdinstikt inne ist, hat er einen riesen Spaß an Beutespielen, wie das Zerren an der Beißwurst, und dem Herumtragen der teuren Armani-Schuhe von Herrchen. Wohl demjenigen, dessen Hund ein wohlerzogener ist und dieser auf Kommando auch auslassen kann.
Kommando: Hier
Ein sehr nützliches Kommando, was das Team Hund-Mensch eigentlich aus dem FF beherrschen sollten. Gerade beim Gassigehen ist es von Zeit zu Zeit notwendig, den Hund aus unerwünschten oder potentiell gefährlichen Situationen abrufen zu können. Im Idealfall wird das Kommando zusammen mit dem Namen des Hundes ausgerufen: "Hasso, hiiiieer!" Dies dient dazu, dass mit dem Ausruf des Namens die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich gezogen wird, um dann das eigentliche Kommando "Hier" auszurufen. Diese Aufmerksamkeit mit Blickkontakt kann dann auch dazu genutzt werden, den Befehl mit einem Handzeichen zu unterstützen; beispielsweise die Hand auf die Brust legen. Der Hund sollte so konditioniert werden, dass er nicht nur automatisch kommt, sondern das Kommando automatisch im Anschluss im Vorsitz beendet.
Festzuhalten ist, dass dies recht nützliche Kommandos sind, die das tägliche Rudelleben enorm erleichtern können. Wenn sie dann noch regelmäßig in spielerischer Form wiederholt und aufgefrischt werden, wird der Hund viel Spaß daran haben und sein Kopf wird zu dem auch noch angestrengt. Achten sie aber unbedingt darauf, dass diese Kommandos für den Hund nicht inflationös eigesetzt werden. Es zig maliges wiederholen von: "Hier, Hier, Hier, und Hier Hasso" ohne das der Hund kommt, bringt nichts - eher im Gegenteil. Was der Hund daraus nur lernt ist, dass er mit der Nicht-Ausführung durchkommt. Irgendwann verkommt das Kommondo sogar zu einer undifinierten Sprachwolke und beim Hund kommt nur an: "BlaBla Hasso, BlaBla..." |